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Mittwoch, 2. Oktober 2013

so far so good ;)

Sri Lanka, die ersten Tage sind vorüber & ich bin definitiv ein paar Erfahrungen reicher ;)...& da bereits die ersten Klagen kommen, dass meine Berichte zu wenig Info enthalten & eindeutig zuwenige Bilder, diese Ausgabe mal was ausführlicher...dann mal vieeel Spass beim Lesen & Kucken.... ;)

mein neuer Garten


Wie bereits erwähnt bin ich Samstag spät Abends in meinem neuen Domizil hier in Sri Lanka angekommen, die letzten beiden Tage war ich nicht im Wasser, was meinem Körper scheinbar definitiv gut getan hat, denn ich habe sozusagen den ganzen Tag gepennt, hab mich um diverse Sachen gekümmert, die ich eigentlich schon lange hätte tun sollen & naja, so sind die Tage auch ins Land gezogen, alles in allem hies das dann 3.5 Tage nicht im Wasser.

Den heutigen Nachmittag hab ich damit verbracht, mal eine kleine Runde mit dem Longboard durch die Gegend hier zu drehen resp. auszukundschaften , wies in meinem neuen Daheim auf Zeit so aussieht, wo man einkaufen kann etc. & den Einheimischen damit ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. 

Nebenbei hab ich den einen oder andern Blick auf das Meer geworfen, welches heute schon einiges ruhiger war wie gestern, & ein paar potentielle Spots entdeckt, muss ich dann mal mit den Jungs abchecken, ob die auch wirklich in Frage kommen, oder ob ich da irgendwas übersehn hab ;).

Mein Hausherr hier ist wirklich goldig. Er kümmert sich wirklich rührend, macht sich Sorgen, erklärt mir alles ganz genau,  weist mich auf die Gefahren hin & kocht super lecker, thihi was die Schärfe des Essens betrifft, so meint er da mit einem Lächeln auf den Stockzähnen: Step by step ;)…. Also ein kleiner Papa – Ersatz, inklusive dem Schnäuzer ;)…

Man höre & staune, ich esse hier sogar Bohnen, jawohlja & das sozusagen jeden Tag, gut die sind auch hübsch mit Curry usw. gewürzt…., ausserdem hab ich den morgendlichen Kaffee (obwohl nicht schlecht & auch immer mit Milch gereicht) ab & an mit dem absolut geilen Tee hier ersetzt, jaaaa richtig ich werde hier zum Teetrinker ;).  Lustigerweise gibt es nachmittags so gegen vier auch nochmal eine tea-time, ehrwürdig british, natürlich mit Milch… ;).



Apropos Essen, dazu gibt es natürlich auch eine herrliche kleine typische Jasi-Anekdote:

Ich, so wie man mich kennt, mit dem Skati auf Erkundungstour (keine Panik nur kleine Nebenstrassen, die Hauptstrasse ist mir da definitiv zu Hardcore…) ab in einen kleinen „Kiosk“ & einfach mal wild drauflos eingekauft. Keine Ahnung was ich mir da hab einpacken lassen, aber die etwa handtellergrossen, braunen Gebäckteile sahen einfach umwerfend aus. Ich also wieder ab auf mein kleines rollendes Schätzchen, schön der Küstennebenstrasse entlang, Wellen gucken & nach einem geeigneten Platz Ausschau haltend, entdecke ich da in dem türkisblauen Wasser einen kleinen Kopf der nach Luft schnappt…Sind das Meeresschildkröten???...ich halt also an, setz mich da auf die Mole, kuck gespannt weiter auf’s Wasser, ob sich das Nach-Luft-Geschnappe wiederholt & ich mich davon überzeugen kann, dass es sich tatsächlich um eine Schildkröte gehandelt hat…ohhhhhh ja, da waren Dutzende & die waren nicht klein! (die Grösste die ich gesehen hab, hatte einen Panzerdurchmesser von schätzungsweise 80cm – 1m)…ich war fasziniert & in meiner Faszination hab ich in meinen Rucksack gegriffen, mir das Gebäckteil geschnappt & herzhaft hineingebissen. Aaaaaaber hallo, mit Sowas hätte ich jetzt nicht gerechnet, ein Gefühl von Weihnachten & Omi’s bestem Lebkuchen machte sich in meinem Mund breit…..wie geil! Ich sitz bei ca. 40°C schwitzend am Meer & ess Lebkuchen…geiler Scheiss!!!! ;)…PS: Die Teile gibt’s auch mit Lakritzgeschmack….;)))))))

Zu den Schildkröten, höhö, tja, da sind hier immer welche unterwegs, bei Vollmond lassen sie sich an den Strand spülen & legen Ihre Eier;)…ich muss noch rauskriegen, wann die kleinen Winzlinge denn schlüpfen… ;) & einen zweiten Vollmond werde ich hier ja auch noch erleben, ich bin schon gespannt, diesmal werde ich darauf vorbereitet sein ;).

mein neuer Liebling, der coolste Wachhund ever ;)

















Apropos Tierchen:
Unser Garten ist wirklich ein kleines Wildreservat, meine erste srilankesische Schlange gesehen, ein riesen Monster & boah sind die flink!!! (laut Ersatzpapa völlig ungefährlich & daher hat er auch gleich mal die Hunde auf die Suche nach dem Vieh geschickt, erfolglos)....bunte Papageienschwärme, riesige Frösche, Schmetterlinge, Raupen & andere Kriechtiere aller Art, kleine Krebse inkl. Häuschen (scheinen sich irgendwie auf den Weg zum Strand wohl leicht verirrt zu haben die Ärmsten), freche Streifenhörnchen (ich hab mich letztens halb todgelacht als eines aus dem Fenster des Nachbarhauses gehüpft & über die Stromleitung in die Sicherheit des Baumes gelangt ist, das einzige was ich dabei gedacht habe war: „Aber, aber, ich mag doch den Keks!!!“;)))))), natürlich Minigeckos (der eine versucht gerade einen Monsterfalter der mindestens doppelt so gross ist wie er selber zu erlegen...),viele Glühwürmchen (faszinierende kleine Tierchen), die den Sternenhimmel zu uns direkt in den Garten holen, kleine Varane oder grosse Echsen, etc….& massenweise Mücken!!!


Die erste Woche habe ich unendlich viel geschlafen, liegt vielleicht am Klima hier, vielleicht an den vielen neuen Eindrücken, oder einfach weil ich es kann! Ich bin ja noch immer die Einzigste hier & daher kann ich ungeniert dem Schlaf frönen, ausserdem hab ich einen riesig dicken Schinken entdeckt, der ja auch erstmal gelesen werden muss (bisher glaub ich das erste lesenswerte Buch, dass ich auf der Reise in der Hand gehalten hab…). Mittlerweile bin ich schon beim dritten Buch… ;).

Die Jungs fahren mich morgens auch mit dem TukTuk an den bereits bekannten Spot, wenn ich keine Session bei Ihnen habe...Vielen lieben Dank dafür ;).


Sonntags hab ich mir so mal freigenommen, gut das hätte ich zwar eh gehabt & bin mit dem Bus etwas weiter die Küste hoch, um mich da mal etwas umzuschauen…was soll ich sagen, lange habe ich‘s da oben nicht ausgehalten, viel zu viele Leute. Alle wollen was von einem, Verkaufen oder Kaufen (mein Skateboard war sehr beliebt), Zimmer vermieten, TukTuk fahren, Küsse & Heiraten. Am anstrengendsten waren aber bestimmte Touristen…weiter führ ich das hier jetzt nicht aus ;).



Gesurft wurde die Tage natürlich auch, wobei gekämpft, es wohl eher treffend würde. Es ist unheimlich windig, extremst viel Störmung & durch den Vollmond war es die Tage manchmal auch sehr sehr flach. Aber der Ozean wird jeden Tag etwas umgänglicher & somit kann ich mich auf die künftigen Sessions freuen ;).

Also mit dem Tuktuk zum Spot "brausen" hat echt was ;), ein Chauffeur & 3.5 Mitfahrer + 4 Boards auf'm Dach...

Erste Session auf Sri Lanka....hmmm, Makan Saya trifft's glaub ich ganz gut, auch wenn das Makan Saya hier etwas sanfter abgeht, turbulenter Beachbreak, gaaaaaanz anderst wie gewohnt, muss ich mir dann aber nochmal geben, schätz ich mal ;)

Ich würde sagen, die ersten zwei Tage im Wasser waren äusserst erfolgreich, besonders bei diesen Bedingungen & dem Level des Surfers ;). Wie gesagt, es gibt keine schlechten Wellen, ist der Surfer denn gut genug ;).


Am dritten Tag war‘s dann aber wohl doch etwas zu heftig für klein Surferjasi, zu viel Wind, zu starke Strömung, ein neuer Spot & ein heilloses Durcheinander im Wasser, ein rieeeeeeeeesen Kampf überhaupt mal rauszukommen. Klein Jasi hat wirklich gekämpft aber hmmm, der Ozean war diesmal eindeutig der Stärkere von uns beiden…erschwerend kommt dazu, dass ich mein fettes Board auch nach weiteren Anstrengungen einfach nicht duckdiven kann, jaaaaaa, ich weiss, das ist alles eine Frage der Technik, ich üb ja fleissig weiter, aber irgendwie doch frustrierend, wenn man weiss, dass es mit weniger voluminösen Boards hervorragend klappt….ich bleib am Ball ähhhhhh am Board & immer schön den Hintern hoch ;)

Das hab ich dann den Tag darauf bis zum bitteren Einbrechen meiner Arme getan, also quasi einen Tag lang Duckdive – Training vom Feinsten & ich bin sehr, sehr nahe dran ;)))))))) …leider spüre ich mittlerweile die Rippen so extrem, dass ich am nächsten Tag nach ACHTUNG: Zwei wunderhübschen DUCKDIVES MIT MEINEM FETTEN SCHIFF!!!! ;))))))) trotz Schmerzmitteln kurze Zeit später aus dem Wasser musste, Diagnose Rippenfellentzündung, nix Tragisches nur extrem schmerzhaft.

Daher hab ich mir jetzt sozusagen eine Zwangssurfpause eingeräumt & bin die nächsten Tage mal in Sachen Sehenswürdigkeiten unterwegs, auch wenn das als alleine reisende Frau hier mehr wie nur anstrengend ist & daher gelte ich jetzt als verheiratet & mein armer Ehemann musste leider zu Hause bleiben, Danke Darling an dieser Stelle ;)))…, aus welchem Land ich komme habe ich noch nicht so ganz entschieden, da lass ich mir dann spontan was einfallen…

unter jedem Schirm ein Liebespärchen...süss...


Heute war generell ein sehr lustiger Tag, nachdem zwei Jungs den Ernussverkäufer gefragt haben, ob sie denn ein Foto mit mir machen dürfen, den Erdnussverkäufer, nur weil er gerade mit mir geredet hat (!!!…), ich mich dann dazu bereit erklärt habe, sie dem Ernussverkäufer eine Packung Erdnüsse abgekauft haben (gute Tat für heute: check ;)), haben mich dann ein paar Jungs auf dem Mofa verfolgt, als ich mit meinem Longboard durch die Strassen gecruised bin & mich dabei gefilmt!!!...for what ever reason, Hauptsache, ich hab damit allen eine Freude gemacht ;)…

in diesem Sinne: Guuuute Nacht Sri Lanka
Da ich ja noch immer nicht auf’s Surfboard kann wegen meinen Rippen, hab ich dann einen klitzekleinen Ausflug in Richtung Berge im Zentrum von SriLanka unternommen, nachdem ich die Jungs noch kurz geknipst habe bei Ihrer Morgensession am Hausspot. 

Das heisst, erstmal eine lustige Busreise von ein paar Stunden, erst der Küste nach, dann immer zweiter ins Zentrum rein. Nachdem ich den Herren auf dem Umsteigebahnhof erklärt habe, dass ich kein Geld für ein Privat-Tuktuk habe & ich obwohl ich 1h auf den Bus warten müsse, damit sehr zufrieden sei, war er erst angepisst, hat mir dann aber freundlich weitergeholfen & mich an einen Bus verwiesen der 5min später gefahren ist. 

Eine sehr gut gepflegte, extremst kurvenreiche Passstrasse, jedenfalls die ersten 24km, danach wurd‘s dann doch etwas holprig auf den letzten 3km, mit einer herrlichen Sicht auf die Berge bis auf 1041 m.ü.m. hoch geeiert, die Belagerung diverser Kundenfänger entflohen, mich in einem sicher viel zu teuren Zimmer einquartiert & dann erstmal die Höhenluft etwas genossen.














Am nächsten Tag noch vor den Hähnen auf die Piste, Frühstück am ersten Stand der offen hatte to take away machen lassen, einen Spaziergang etwas weiter in die Höhe, damit man auch mal einen anständigen Überblick über die Ortslage hier gewinnen kann, mit der aufgehenden Sonne unternommen, die Ruhe & die Bergluft genossen (nach dem ganzen Staub am Vortag, eine wahre Wohltat) & früüüüüüüüüüühstücken!!

Hopper to go mit Gemüse & Ei ;))








Man kennt mich ja & wenn die Wanders- & Entdeckungslust erstmal zugeschlagen hat, dann ist man unterwegs, bis man nicht mehr kann. Also hab ich mich auf den Weg gemacht, eine weitere Sehenswürdigkeit der Gegend zu begutachten. Als speziellen Thrill, der Weg ging AUF den Zuggeleisen entlang. Die ersten paar Meter hatte ich etwas bedenken, da ich zwar wusste, um welche Urzeiten hier Züge vorbeikommen, aber keinen blassen Schimmer weder von der Urzeit, noch von der Geschwindigkeit der Züge & auch nicht ob diese bevor sie um die Kurve donnern Pfeifen, Hupen oder sich sonst wie bemerkbar machen.





Dann sind mir aber ein paar Einheimische entgegen gekommen & so habe ich beschlossen, dass ich da getrost auch auf den Geleisen gehen kann, wohl aber immer schön die Ausweichmöglichkeiten im Blickfeld, sollte ein Zug angerollt kommen. Das ging auch alles wunderbar, das Panorama war auch sehr sehenswert & just als ich eine kleine Pause im Schatten machte, hab ich von weither ein Pfeifen & Rattern vernommen & dann den Zug auch noch in sicherem Abstand am anderen Ende des Hügels wahrgenommen. Daher die Pause etwas verlängert, den Zug passieren lassen & mit dem Wissen, dass ich jetzt genügend Zeit hatte zu meinem Zielort zu gelangen, weiter gestapft.

























































Für den ersten Tag entschied ich, seien das genügend Eindrücke vor dem Mittagessen & so habe ich mir dann ein zweites Frühstück in Form von Rotis, Dhal & dem von mir so heissgeliebten Koskosnuss-samball einverlaibt. Lecker war’s & dies obwohl der Kaffee mal wieder freiwillig durch einen Tee ersetzt wurde ;).

Der Plan für den Nachmittag hab ich dann wegen der wirklich erdrückenden Hitze auf den Abend schieben wollen & mich darum erstmal etwas hingelegt & da hat das Fieber dann zugeschlagen. Zwischen Schweissausbrüchen & Schüttelfrost hab ich dann bis Morgens um 4 durchgepennt & hab mich dann entschieden, dass es wohl besser ist aufzubrechen & Richtung Base zurückzufahrend, wohlwissend, dass ich da noch ein paar Stunden Busfahrt vor mir habe. 

Damit ich aber noch etwas von der Aussicht, die hier so herrlich ist, geniessen konnte, habe ich mich entschieden noch die 6km bis zum Wasserfall zu marschieren, dies in Begleitung eines Rudels Hunde (die mir immer hübsch die Kurven gesichert haben) & der aufgehenden Sonne, welche die Umgebung in wunderschönes Licht & bunte Farben getaucht hat.





Als ich beim Wasserfall angekommen bin, war ich zwar kaputter wie kaputt, aber es hat sich wirklich gelohnt, die Stimmung war herrlich & die Ruhe ebenso.


Doch ich war wirklich froh, als der Bus kam, ich sogar einen Sitzplatz hatte & ich dann erstmal ein Stündchen den Berg runter schlafen konnte, der Anschlussbus war auch grad da & so hab ich dann versucht im überfüllten Bus, bei dem Geruckel (bei dem ich jedesmal schmerzhaft an meine Rippen erinnert wurde) mich so bequem wie möglich auf dem kleinen Plätzchen, das ich hatte hinzufletzen, damit ich etwas schlafen konnte.

Fix & fertig gegen Mittag in meiner Base in Madiha angekommen, hab ich mich noch kurz mit meinem Ersatzpapa unterhalten, mich unter die Dusche gestellt, kurz ausgepackt, mich dann gleich wieder ins Bett verkrochen & tief & fest bis kurz vor Abendessenszeit weitergepennt. Obwohl ich noch nichts gegessen hatte den ganzen Tag, war der Appetit jetzt nicht so berauschend, auch wenn wieder superlecker gekocht war, also wie gelernt trotzdem brav essen, soll ja auch die Genesung unterstützen so ein voller Magen & anschliessend gleich wieder ins Bett….

Am nächsten Morgen war ich dann einiges fitter, das Fieber war weg, noch etwas leichte Kopfschmerzen, was ich aber dem nicht genügend Trinken zuschreibe (ist bei dem Geschwitze hier aber auch wirklich schwierig nicht hinterher zu hinken, vorallem bei meinen Trinkgewohnheiten).

Die Rippen waren noch unverändert schlecht, an Surfen war also nicht zu denken, weshalb ich mich dann auch dazu entschieden habe, auf dem kleinen Ausflug, wieder mal die Ostküste hoch, sollte ich bei einem Arzt vorbeikommen, diesen auch zu konsultieren. Die Jungs haben mir ebenfalls dazu geraten & mir ein Krankenhaus da empfohlen & falls ich es nicht finden sollte, mir angeboten mich hier in der Nähe zu einer Klinik zu bringen, sobald ich zurück bin.

Bis auf die Rippen ging’s mir soweit also ganz gut, daher tapfer in den Bus & ab die Küste hoch, mir eines der Unesco Welterbes ankucken.






Kricket...ich werde diesen Sport wohl echt nie verstehen...







Per Zufall bin ich dann auch gleich bei dem Krankenhaus vorbeigekommen & daher hab ich mich da gleich angemeldet & den Arzt seine Meinung kundtun lassen. Jetzt schlucke ich fleissig die Tabletten & hoffe, dass ich dann in drei Tagen wieder surfbereit bin…


Nach den vier Tagen in der Gegend rumtuckeln, hab ich mir jetzt erstmal eine Pause vom Verhandeln, Erklären, etc. gegönnt & mich mal wieder um meine Hausfrauenpflichten & da wir hier seit etwas mehr wie einer Woche kein Internet mehr haben, um eben dieses respektive um eine Strandbar wo eins ist, gekümmert.

Mir geht’s soweit ganz gut, also keep fingers crossed, dass das möglichst rasch wieder in Ordnung kommt mit den Rippchen, damit ich die immer besser werdenden Wellen auch ordentlich geniessen kann.

Nebenbei hier so ein paar kleine allgemeine Alltagslektionen die klein Jasi in den letzten Tagen so gelernt hat:

Nr. 1:

Schwitzen wird hier neu definiert, das ist nämlich hier dem Atmen gleichzusetzten & man tut es 24h/ 7 Tage die Woche. Es soll ja gesund sein, aber hey, da kommt man echt mit dem Trinken nicht mehr hinterher… ;)

Nr. 2:

Das Rauchen auf den Strassen respektive an/in/auf öffentlichen Plätzen, Gebäuden etc. ist untersagt. Auf Nachfrage meinerseits, ob dies als quasi zum Schutz der Kinder geschieht, wurde dies bejaht.

Find ich gut. Vielleicht schaff ich’s dann so endlich von den Glimmi‘s loszukommen. Es wird schon bedeutend weniger, aber von ganz weg, bin ich noch ein ziemliches Stückchen entfernt.

Nr. 3: 

Antibrumm wirkt hier n'Scheiss!! Ich habe hier an einem Abend mehr Mückenstiche abkassiert, wie in zwei Monaten Bali zusammen!! Ich hab dafür aber auch mindestens 3mal soviele von den Biestern über'n Jordan geschickt höhö....zum Glück hab ich wieder ein Himmelbett, was mich wenigstens im Schlaf vor den Monstern beschützt...

Nr. 4:

Das Land ist noch nicht bereit, um von Frauen alleine, ohne männlichen Bodyguard bereist zu werden. Das hat weniger mit mir, als vielmehr mit meiner Hautfarbe, die obwohl ich doch schon einiges an Farbe gewonnen habe, nach wie vor als weiss gilt. Gut, die mittlerweile immer blonder werdenden Haare machen‘s mir ja jetzt auch nicht einfacher…

Die Leute gehen automatisch freundlicher mit einem um, wenn man sich an die Kleidungsgeflogenheiten, sprich bedeckte Schultern & Knie hält.

Trotzdem wird man als Frau, die alleine unterwegs ist alle 10m belagert, da immer freundlich zu Lächeln ist manchmal echt echt anstrengend auch wenn die Herren da meistens freundlich & auf Abstand bleiben... ;)

Nr. 5:

Der Sari ist definitiv ein sehr anmutiges & praktisches Kleidungsstück. Ich besitze Keinen & würde es wahrscheinlich auch nicht wagen, hier einen zu tragen, schon gar nicht bei meiner mangelnden Anmut & nötigem Stolz im Gang, aber er ist extrem kleidsam, wie ich finde.

Ganz egal ob die Frau dünn oder etwas korpulenter ist, klein oder gross, alt oder jung, er lässt sie irgendwie alle sehr anmutig & edel erscheinen. 

Abgesehen davon, bringt er sehr viel farblichen Schwung hier in die Welt. Wie gesagt & ist dazu noch so praktisch ;) eine wunderbare Erfindung.

Nr. 6a:

Jeder Preis, aber auch absolut jeder & überall ist verhandelbar & muss bevor tatsächlich gekauft wird angefragt werden, um gegebenenfalls abzulehnen. 

Ein zwei Beispiele:
Obwohl auf den Wasserflaschen der maximale Wiederverkaufswert klar deklariert ist, ist da nach oben keine Grenze gesetzt (bezieht sich jetzt nicht auf gekühlte Flaschen, das hab ich noch nicht mal getraut zu fragen, braucht man jetzt ja auch nicht).

Zigaretten können am gleichen „Kiosk“ auch plötzlich das Dreifache des Preises kosten.

Für Pflaster, auf denen der maximale Wiederverkaufswert ebenfalls klar deklariert ist, müsste man nach durchstreichen dieses auch locker das Dreifache berappen.

Einzige Ausnahmen soweit bekannt: Buspreise, Supermärkte in den Städten mit bereits angeschriebenen Preisen an den Regalen & Krankenhaus- resp. Arztkosten.

Nr. 6b:

Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier den Menschen damit unrecht tue, hege ich den leisen Verdacht, dass das Herkunftsland einen direkten Einfluss auf den erst genannten Preis hat. Den dieses wird gewöhnlich als Erstes gleich nach dem Hallo, Wie geht’s? erfragt & noch vor Bist du verheiratet?... ich werde da mal jemanden direkt drauf ansprechen ;).

Nr. 7:

Hier sind wirklich alle hilfsbereit & freundlich & meistens haben sie auch immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Fragen nach Bussen? Fragen nach sonstigen Infos, wird wirklich alles sehr gerne gemacht, wenn man klargestellt hat, dass man leider kein Geld hat & nein, dass der Bus dem Tuktuk vorgezogen wird, man bereits vergeben ist etc. ist das alles kein Problem mehr & man kriegt überall die Infos die man braucht. ;)…einfacher geht’s, wenn man sich an die Kleiderregel hält & schön brav die Schultern & die Knie bedeckt hält.

Nr. 8:

Das Land der Reggae-Fanatiker…wie geil ;)…hier werden die Remixes in eben diesem Stil gemacht & in jedem Bus läuft traditionelle Musik oder halt eben Bob & Konsorte. Find ich top ;)...das hat natürlich auch logische Konsequenzen...;)

Nr. 9:

Mit dem Bus kommt man überall hin & das für wenig Geld & es ist alles sehr einfach & sehr verständlich aufgebaut, find ich priiiiiiiiiima ;)

Nr. 10:

Ja, das Essen ist schärfer hier, ja, man braucht seine Angewöhnungszeit & ja es ist suuuuuuuuuuper lecker! Ich hab auch schon die ersten Rezepte angefragt ;).

Nr. 11:
Vorsicht bei Exkursionen auf kleinen Waldsträsschen mit dem Longboard, Varane oder was auch immer das für dackelgrosse Echsen sind, könnten im Weg stehen...

Nr. 12:
Punkte stehen mir nicht!! Es gibt da so kleine fiese Fliegen in weiss/schwarz (nein nicht schwarz/gelb Schnuzi...) die picksen, saugen Blut & hinterlassen rote Punkte auf der Haut....in der Verhasstliste gleich nach den Mücken angesiedelt die Biester!!

Nr. 13:
Wer nicht mit dem Talent gesegnet ist, muss einfach härter arbeiten...Makan saya geht auch wunderbar in SriLanka ;) muss mal rauskriegen wie das hier heissen würde thihi ;)...

So, das wär’s für’s Erste von den allgemeinen Alltagslektionen, die Jasi so gelernt hat in den ersten Tagen ;)

Ich hoff ich konnte den Wünschen der "Reklamierer" mit dem fast schon romanverdächtig grossen Text & den bildlichen Illustrationen genüge tun. Schicke allen fröhliche Grüsse aus dem bunten, heiss-schwülen, immer noch leicht verwirrenden (jedenfalls für mich) Srilanka ;)

PS: diesmal wurden keine Fotos geklaut ;))))
PS 2: Fuck & das jetzt alles noch auf Jasinglish???...DAMN!! ....



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